Die Feuerwehr Bad Friedrichshall im Wandel der Zeit

Zu Beginn soll einmal gesagt werden, wer oder was überhaupt Bad Friedrichshall ist.

Bad Friedrichshall entstand in den Jahren 1933 durch den Zwangszusammenschluss der Gemeinden Kochendorf und Jagstfeld, ebenfalls zwangsweise kam 1935 die Gemeinde Hagenbach hinzu. Die Stadtrechte wurden 1951 verliehen. Im Zuge der Gemeindereform kamen 1972 Duttenberg und 1975 Untergriesheim hinzu. Der neue Stadtteil Plattenwald entstand als Wohnungsbauschwerpunkt 1993.

Bad Friedrichshall hat zum 30. November 2015 eine Bevölkerungszahl von 19.264 Einwohnern, welche sich auf die einzelnen Stadtteile wie folgt aufteilen:


Kernstadt
13.971 Einwohner

Plattenwald
2.963 Einwohner

Untergriesheim
1.293 Einwohner

Duttenberg
1.037 Einwohner

1861–2016: 155 Jahre bewegte Feuerwehrgeschichte!


Um in einer solchen Gemeinde den Brandschutz sicherzustellen, bedarf es natürlich einer Feuerwehr und deren Geschichte begann am 18.09.1861.

An besagtem 18.09.1861 beschloss der Ortsvorstand von Kochendorf die Aufstellung einer Steigerkompanie, welcher sich 28 Freiwillige anschlossen, sie wurde Teil der Pflichtfeuerwehr, welche jede Gemeinde stellen musste.

Diese Situation spielte sich im Laufe der folgenden zwei Jahre so ein, dass die Feuerwehr Kochendorf am 14.09.1863 schon mit 30 Mann an der Gründungsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes in Stuttgart teilnahm. Am 08.07. des darauffolgenden Jahres genehmigte die königliche Kreisregierung Ludwigsburg dann auch die Statuten der Feuerwehr zu Kochendorf.

Mit der steigenden Anzahl der Freiwilligen, musste in den Jahren 1864/65 nun auch mehr Platz geschaffen werden und das geschah, indem man das Spritzenhaus in der Hauptstrasse 15 umbaute.

Im Jahre 1885 hatte Untergriesheim bereits 480 Einwohner, es war daher nötig diesen Stadtteil des heutigen Bad Friedrichshall mit einer Pflichtfeuerwehr zu versehen.

1886 war der erste Meilenstein in Richtung Zukunft gelegt. Der Oberamtsbezirk Neckarsulm gibt eine Bezirksfeuerlöschordnung heraus, aus der auch hervorgeht, wie die Überlandhilfe geregelt ist.

Kochendorf mit Gundelsheim, Neckarsulm und Oedheim
Jagstfeld mit Hagenbach, Duttenberg, Kochendorf und Offenau
Hagenbach mit Jagstfeld, Kochendorf, Oedheim und Untergriesheim
bilden in Zukunft einen sogenannten Brandhilfsverband.

Der 01.04.1886 war der Tag, an welchem auch Jagstfeld eine Pflichtfeuerwehr gründete.

Am 02.09.1887 war es Louis Friedrich Bachert, der als erster Kommandant der Feuerwehr Kochendorf vom königlichen Ministerium des Inneren das Feuerwehrehrenzeichen für langjährige treue Dienste erhielt. Später, im Jahre 1910, erhielt er das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Kochendorf.

Im Jahre 1902 wurde in Kochendorf eine Feuerwehrmusikkapelle gegründet, welche später zur Stadtkapelle Bad Friedrichshall wurde. In dieser Zeit wurden in den Gemeinden auch die Wasserleitungen gelegt, was wiederum auch für die Feuerwehrarbeit großen Nutzen brachte.

Am 03.08.1903 kaufte die Gemeinde Hagenbach bei der Firma Bachert einen Hydrantenwagen, mit dem fortan die Löscharbeiten verrichtet wurden.

Der 01.01.1904 geht als Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Kochendorf in die Analen ein, von diesem Tage an war klar, dass sich der Gedanke der Freiwilligen Feuerwehr endgültig durchgesetzt haben sollte. Aber nicht nur Theorie, sondern auch Taten folgten in dieser Zeit.

So gab es am 21.11.1906 ein großes Schadensfeuer hinter der Gaststätte zum Schiff in Jagstfeld und am

22.12.1907 brannten in Jagstfeld 3 Scheunen ab.

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Jagstfeld datierte auf den 01.04.1909.

Im Verlaufe des 15.08.1911 brannten in Oedheim 6 Scheunen und 4 Wohnhäuser ab, die Feuerwehren aus Jagstfeld und Kochendorf leisteten im Zuge der 1886 in Kraft getretenen Überlandhilfeverordnung Nachbarschaftshilfe bei diesem Einsatz.

Bei Bränden im Jahre 1912, zum einen bei der "Witwe Kern", im "Gasthaus Rößle" und gegen Ende des Jahres noch bei einem Großbrand des Ökonomiegebäudes bei Fam. Wilhelm Friederich, konnte die Wehr ihr Können zeigen.

Am 17.01.1913 starb der langjährige Kommandant Louis Friedrich Bachert und wurde unter großer Anteilnahme wenige Tage später beigesetzt.

Einen weiteren Schritt, den Brandschutz in unserer Gemeinde sicherzustellen, tat man, als es ab dem 02.05.1924 möglich war, eine Kraftfahrspritze aus Heilbronn anzufordern.

Anno 1927 bot die Firma Bachert der Feuerwehr Jagstfeld an, eine Vorführung einer neuen Motorspritze durchzuführen, was den Anfang einer modernen Zukunft vorausahnen ließ.

Am 17.12.1927 wurde die Feuerwehr Jagstfeld von der Feuerwehr Duttenberg zur Brandhilfe gebeten, hier waren 39 Mann aus Jagstfeld im Einsatz.

Im Jahre 1930 dann, folgten die Jagstfelder Feuerwehrleute dem Beispiel Ihrer Kochendorfer Kollegen und gründeten ein Feuerwehrmusikkorps, welches seinen ersten Auftritt im Jahre 1931 bei der Korpsversammlung am Sportplatz Jagstfeld hatte.

Die dritte Freiwillige Feuerwehr im Bunde gründete die Gemeinde Untergriesheim am 23.01.1932.

Ihr 25 jähriges Jubiläum feierte die Feuerwehr Jagstfeld am 14.05.1933

Auch die Gemeinde Hagenbach gründete alsdann eine Freiwillige Feuerwehr, dies geschah am 29.05.1933

In den Jahren 1933–1936 überschlugen sich die Ereignisse. Die Gemeinden Kochendorf, Jagstfeld und Hagenbach wurden zur neuen Gemeinde Bad Friedrichshall zusammengeschlossen; Die Feuerwehren folgten diesem Beispiel und schlossen sich ebenfalls zusammen, der erste Gesamtkommandant war Oskar Bitsch, welcher dieses Amt bis zum 19.06.1940 ausübte. Bei den Löschzügen in den einzelnen Stadtteilen wurden Löschzugführer gewählt.

Am 26.11.1937 wurde ein Verwaltungsrat gebildet, welchem 13 Aktive angehörten. In der Zeit zwischen 1938/1940 wurden für Jagstfeld und Kochendorf Motorspritzen TS 8 und offene Anhänger beschafft; Am 17.11.1941 beschloss der Gemeinderat den Bau eines Feuerlöschautos mit Motorspritze der Firma Bachert zu übertragen. Durch die Wirren des 2. Weltkrieges hatte die Feuerwehr ab 1939–1945 den Charakter einer Feuerschutzpolizei, welche in dieser Zeit auch mehrere Einsätze aufzuweisen hatte, wie z.B. Gasthaus zur Sonne, Eisenwerk, Bauer Lustig u.v.m.. Der Löschzug Kochendorf bildete zu dieser Zeit mit den Wehren aus Neckarsulm, Lauffen und Güglingen den Bereitschaftszug Heilbronn Land. Zu diesem Zeitpunkt verfügten bereits alle 4 Feuerwehren dieses Verbundes über ein Feuerwehrfahrzeug.

Nach Kriegsende wurde erstmals im Jahre 1946 zum Wiederaufbau der Feuerwehr aufgerufen, es erhielt wieder jeder Stadtteil seine eigene Feuerwehr.

Im Jahre 1951 erhielt Bad Friedrichshall das Stadtrecht und die Feuerwehr Kochendorf ein Löschgruppenfahrzeug LFV 15, welches in einem Schuppen bei einem Bauer untergestellt wurde, da das Feuerwehrmagazin noch nicht wieder aufgebaut war. Dieses Fahrzeug wird heute als Oldtimer erhalten.

Am 03.01.1952 brannte in Jagstfeld ein Wohnhaus, der Brand griff auf ein weiteres Gebäude und 2 Scheunen über, woraufhin die Feuerwehren aus Kochendorf, Neckarsulm und der amerikanischen Garnison Neckarsulm der Feuerwehr Jagstfeld zu Hilfe eilten.

Im Jahre 1952 bildete sich in Jagstfeld ein Feuerwehrquartett, welches auf Feuerwehrveranstaltungen auftrat. Im Jahre 1952 bildete sich in Jagstfeld ein Feuerwehrquartett, welches auf Feuerwehrveranstaltungen auftrat. Es bestand aus
Gustav Kieser, 1. Bass
Josef Baumann, 2. Bass
Walter Dankel, 1. Tenor
Reinhold Renz , 2. Tenor
Ausbildung und Begleitung durch Musikschulinhaberin Hermine Fischer- Meißner.
Das Quartett hat sich zu Beginn der sechziger Jahre aufgelöst

Die Feuerwehr Hagenbach gründet auf Initiative des Kommandanten Anton Kremsler am 13. Dezember 1954 einen Feuerwehrspielmannszug.

Auch in den Jahren von 1953–1956 wurden die Feuerwehren wieder zu einigen Einsätzen gerufen, so z.B. 1953 zu einem Brand beim Schloss Lehen oder 1956 zum Hochwasser ebenfalls beim Schloss Lehen.

Ebenfalls im Jahre 1956 wurden die Feuerwehren der Kernstadtteile wieder zu einer Gesamtwehr formiert, deren Kommandant Anton Kremsler wurde. Im Zuge dieses Zusammenschlusses wurde auch der Wunsch nach einem gemeinsamen Gerätehaus für die Wehren geweckt. Im gleichen Jahr wurde auch der Stützpunkt Neckarsulm–Bad Friedrichshall gegründet.

Die Gründung der Feuerwehrfreundschaft mit Tschagguns/ Latschau entstand 1958 durch die Mitwirkung des Feuerwehrspielmannzuges bei deren Jubiläen.

1958 erhielt der Löschzug Jagstfeld, 1959 der Löschzug Hagenbach einen neuen Tragkraftspritzenanhänger mit TS 8.

Ihren ersten Großeinsatz hatte die neu formierte Bad Friedrichshaller Feuerwehr am 22.02.1960 auf dem Anwesen Friederich. Bei einem Brand auf dem Gut Heuchlingen am 11.03.1961 war auch die DRK Ortsgruppe Bad Friedrichshall anwesend.

1963 erhielt die Feuerwehr Untergriesheim einen Tragkraftspritzenanhänger, am 10.06.1963 wurde der Löschzug Hagenbach mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug, TSF, ausgestattet, wobei der alte Tragkraftspritzenanhänger hierfür in Zahlung gegeben wurde.

Der 25.01.1964 war geprägt durch einen Großbrand bei der Firma Unterland. Durch das Feuer wurde eine Tiefkühllagerhalle zerstört.

Am 17.07.1964 wurde das erste Tanklöschfahrzeug beschafft und beim Löschzug Kochendorf untergestellt, das bis dato dort stationierte LFV 15 erhielt der Löschzug Jagstfeld. Ab diesem Zeitpunkt sind alle Löschzüge motorisiert.

1965 wurde der erste Jugendspielmannszug, hauptsächlich bestehende aus Buben Hagenbacher Feuerwehrleuten, gegründet.

Am 18.06 und 19.06.1966 richtete die Feuerwehr Bad Friedrichshall den Kreisfeuerwehrtag aus, in dessen Rahmen auch die Leistungsabzeichen durchgeführt wurden. An beiden Tagen waren die Feuerwehrfreunde aus Tschagguns anwesend.

Im Jahre 1966 erhielt die Feuerwehr Duttenberg einen Tragkraftspritzenanhänger mit TS 8/8.

1970/1971 wurde die Feuerwehr Bad Friedrichshall mit einer Brandmeldeanlage und Funkmeldeempfänger ausgestattet, des weiteren wurden Funkgeräte auf den Fahrzeugen installiert.

Am 15.03.1973 wird die Feuerwehr Duttenberg aufgrund einer freiwilligen Eingliederungsvereinbarung zwischen der Gemeinde Duttenberg und der Stadt Bad Friedrichshall zum 4. Löschzug der Gesamtwehr, ebenfalls im Jahre 1973 erhielt die Feuerwehr Bad Friedrichshall einen Schlauchwagen SW 1000.

Im Zuge der Gemeindereform kam Untergriesheim 1975 zur Stadt Bad Friedrichshall. Die Abteilung Untergriesheim erhielt aufgrund einer Bestimmung in der Eingliederungsvereinbarung im Jahre 1977 ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF.

Im selben Jahr gründete man den 2. Jugendfeuerwehrspielmannzuges. Erstmals waren hier Jugendliche aus allen Stadtteilen dabei.

Ebenfalls 1977 wurde Anton Kremsler, nach Beendigung seiner Dienstzeit, zum Ehrenkommandanten ernannt.

Im Jahre 1978 wurde die Wehr, neben Brackenheim, als eine von zwei Dekongruppen im Landkreis Heilbronn durch das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg benannt.

Im Anschluss an Kremslers Amtzeit wurde am 19.03.1977 Otto Friederich Kommandant. Unter seiner Führung erhielt der Löschzug Jagstfeld 1978 ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 als Ersatzbeschaffung für das LF 15 und Duttenberg 1980 ein Tragkraftspritzenfahrzeug, TSF, womit nun die ganze Wehr motorisiert war.

Auch der seit 1956 bestehende Gedanke, die Löschzüge Jagstfeld, Kochendorf und Hagenbach in einem gemeinsamen Haus unterzubringen, wurde in diesem Jahr in die Tat umgesetzt und die Planung erstellt. 1981 wurde beim Regierungspräsidium ein Bezuschussungsantrag für den Bau dieses Hauses eingereicht.

Der Feuerwehrspielmannszug feiert verspätet vom 13. bis 15. Juni 1981 sein 25- jähriges Bestehen mit einem großen Fest in Hagenbach.

Friederichs Amtszeit endete im folgenden Jahr 1982, gleichzeitig wurde Ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Als sein Nachfolger wurde Kurt Semen ins Amt gewählt. In der folgenden Zeit wurden verstärkt löschzugübergreifende Übungen durchgeführt, um die Verbundenheit der drei Löschzüge zu stärken.

Die Anschaffung eines hydraulischen Rettungssatzes für das TLF 16 und eines Mannschafts- und Transportwagen, MTW, die Beschaffung eines TLF 16 als Ersatz für das TSF Hagenbach, der Tausch des LF16 Jagstfeld mit dem TLF 16 Kochendorf und eine Zusammenlegung der Alarmschleife 1, welche nun aus Kameraden der Löschzüge Kochendorf, Jagstfeld und Hagenbach besteht, waren die ersten Amtshandlungen Semens.

Im Jahre 1983 wurde im Zuge der Beschaffung des neuen TLF 16 ein zweiter Rettungssatz für Einsätze der technischen Hilfeleistung erworben.

Die Jahre 1983–1985 waren dann durch den Bau eines zentralen Gerätehauses geprägt, mit dessen Fertigstellung und Eröffnung am 28.09.1985 auch die Ära der Selbständigkeit der Löschzüge Jagstfeld, Kochendorf und Hagenbach endete. Die Einweihungsfeier des neuen Feuerwehrhauses fand im Mai 1986 feierlich statt.

Ebenfalls 1986 bekam Anton Kremsler, der Ehrenkommandant unserer Feuerwehr, das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Als Jubiläumsjahr geht 1987 in diese Chronik ein; In diesem Jahr feierte die Feuerwehr Ihr 125-jähriges Bestehen.

1988 wurde die Feuerwehr durch den Kauf einer DL 25 Daimler Benz/Metz Baujahr 1959 bei vielen Einsätzen unterstützt. Diese Indienststellung blieb bis zur Neubeschaffung einer DLK 23/12 Daimler Benz/Riffaud bestehen, aber noch bis heute ist die "alte DL 25" bei manchen Einsätzen zu sehen.

Im Jahre 1988 wurden für die Feuerwehr zwei Neufahrzeuge beschafft. Der 1982 aus Eigenmitteln der Feuerwehr gebraucht erworbene und umgebaute MTW wurde ersetzt. Hauptsächlich für den Transport der Dekongruppe und ihrer Gerätschaften wurde mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und des Landkreises Heilbronn ein Gerätewagen Transport GW-T, beschafft.

Im Jahre 1994 wurde im Stadtteil Untergriesheim das neue Feuerwehrhaus feierlich eingeweiht.

Aufgrund der steigend Zahl von Einsätzen im Bereich der technischen Hilfeleistung wurde im Jahre 1992 ein Vorausrüstwagen, VRW und 1995 ein Rüstwagen, RW 2 beschafft. Der mit Seilwinde, Stromerzeuger und einem Lichtmast ausgestattete RW 2 wurde in Eigenleistung durch die Feuerwehr aufgerüstet.

Die lang geplante Jugendfeuerwehr hatte im Jahre 1995 ihre Premiere und reiht sich nahtlos in die Gemeinschaft der anderen Jugendfeuerwehren ein. Jugendfeuerwehrwart bei der Gründung waren Peter Rück und Martin Roller, als sein Stellvertreter.

Seit dem 01.04.1996 bilden im Katastrophenfall 3 Fahrzeuge aus Bad Friedrichshall zusammen mit einem Fahrzeug der Feuerwehr Löwenstein den 2. Zug Löschangriff, sowie 4 Fahrzeuge den 2. Zug Technische Hilfeleistung.

Aufgrund der immer häufiger werdenden Hochwasser entschieden sich die Stadtverwaltung und das Land Baden-Württemberg 1996 eine Hochwasserfreimachung für den Ortskern Kochendorf in Auftrag zu geben. Diese umfasste die Herstellung des Merzenbachstollens, eines Polderpumpwerkes, mehrerer Dämme und Wälle sowie einer mobilen Spundwand, die im Bedarfsfall von der Feuerwehr und dem städtischen Bauhof aufgebaut werden soll.

Die Hochwasser in kurzen Abständen der Jahre 1998, 1999, 2000 und 2001 machten deutlich, wie wichtig diese Entscheidung gewesen war.

1997 erfuhr die Wehr durch die Zuweisung eines Schlauchwagens, SW 2000 Tr, durch den Bund eine Stärkung der Einsatzbereitschaft.

Ebenfalls in diesem Jahr erhielt man noch den fahrbaren Ölabscheider "Ölsep", dessen Beschaffung durch den Landkreis erfolgte. Dieses Fahrzeug wird auf Kreisebene bei allen möglichen Fällen von Gewässerverunreinigungen durch Öl alarmiert. Bei diesen Einsätzen wird auch der GW-T mit an die Einsatzstelle vorgenommen. In Hinblick auf die Mineralölschäden bei Hochwasser war diese Beschaffung besonders wichtig.

Mit der Einführung wöchentlicher Übungen mit allen Abteilungen wurde 1997 ein großer Schritt getan die Zusammenarbeit auch Abteilungsübergreifend zu stärken. Dies ist auch notwendig, um die stetig steigende Zahl der Einsätze auch in Bezug auf Personal- und Gesamtausbildungsstand gut zu bewältigen.

Im Herbst 1998 fasste der Gemeinderat den Beschluss ein Nachbargrundstück beim Feuerwehrhaus der Kernstadt zu erwerben und auf diesem Parkplätze, sowie zwei weitere Fahrzeughallen zu errichten. Die Bezuschussung durch das Land wurde im Juni 2000 bewilligt und schon bald begann man mit den Bauarbeiten. Paralell hierzu, wurde eine weitere Lagerhalle auf besagtem Grundstück, hauptsächlich für die Oldtimer, erstellt.

Im November 1999 waren die Arbeiten an den baulichen und technischen Hochwasserschutzmaßnahmen im Stadtteil Kochendorf weitestgehend abgeschlossen und ermöglichten nun einen umfassenderen Schutz der angrenzenden Bevölkerung. Damit verbunden ergeben sich neue Aufgaben für die Freiwillige Feuerwehr Bad Friedrichshall, die nunmehr insbesondere für den zügigen Aufbau der beweglichen Schutzwände die Verantwortung trägt. Der erste Einsatz der mobilen Hochwasserschutzwand bei der Mühle Kochendorf war im Dezember 1999.

Der Orkan „Lothar“ machte am 26.12.1999 viele Einzeleinsätze erforderlich.

Für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen, insbesondere bei den Spielmannszügen, wurde Spielmannszugführer und Kreisstabführer Gerhard Kupfer am 4.05.2000 die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes verliehen.

Für seine besonderen Verdienste um das Feuerwehrwesen wurde Bernd Klenk am Kameradschaftsabend 2000 mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet. An Albert Schmidt wurde die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn verliehen.

Zwei Tage vor Weihnachten, am 22.12.2000 gab es einen Einsatz mit dem Alarmstichwort "brennende Lagerhallen Firma Hengstenberg". Bei diesem Einsatz waren neben der Gesamtfeuerwehr Bad Friedrichshall auch die Feuerwehren der Stadt Heilbronn und Neckarsulm alarmiert und zum Schadensort ausgerückt.

Am 1.12.2001 war in der Römerstraße in einem Zimmereibetrieb ein Brand ausgebrochen. Der Lagerbereich mit Spänesilo stand in Vollbrand. Das direkt angrenzende Wohnhaus und die Abzimmerhalle konnten fast unbeschädigt gehalten werden. Eingesetzt wurde neben der Gesamtfeuerwehr Bad Friedrichshall auch ein Löschzug aus Neckarsulm.

Kurz vor Weihnachten 2001 wurde das lang geplante LF 8/6 in der Abteilung Untergriesheim in Dienst gestellt, es ersetzt die bisherigen zwei Fahrzeuge der Abteilung.

Ab Jahresbeginn 2002 informiert die Freiwillige Feuerwehr Bad Friedrichshall die interessierte Öffentlichkeit auf der Homepage www.feuerwehr-friedrichshall.de.



Im Stadtteil Duttenberg brannte am 11.03.2002 der Dachstuhl des alten Pfarrhauses in voller Ausdehnung. Durch schnelles und energisches Angreifen mehrerer Trupps im Innenangriff sowie über die Drehleiter, konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden. Außer geringem Wasserschaden im Obergeschoss blieben die Wohnräume unbeschadet.

Bürgermeister Peter Knoche wurde am 15.04.2002 in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung als Bürgermeister verabschiedet und erhielt das Ehrenbürgerrecht der Stadt Bad Friedrichshall. Anschließend wurde sein Nachfolger, Herr Peter Dolderer, in das Amt als Bürgermeister eingesetzt.

Als erster Bürgermeister in der 69-jährigen Geschichte von Bad Friedrichshall wurde Peter Knoche Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr.

Im Rahmen einer Feierstunde fand am 29.07.2002 die Übergabe und Weihe des neuen MTW für die Kernstadt und des neuen LF 8/6 der Abteilung Untergriesheim statt.

Der Ölsanimat der Freiwilligen Feuerwehr Bad Friedrichshall wurde im August 2002 zusammen mit dem Gerätewagen Transport und drei Mann vom Landratsamt Schwäbisch Hall zur Unterstützung im Katastropheneinsatz nach Delitz bei Leipzig angefordert.

Auch ohne Landeszuschuss, der auch im 2. Jahr der Antragstellung nicht bewilligt wurde, konnte die Stadt Bad Friedrichshall im Jahr 2003 für die Freiwillige Feuerwehr ein Vorserienfahrzeug der Firma Audi AG erwerben. Der notwendige Umbau zu einem Feuerwehrfahrzeug erfolgte im Audi-Werk Neckarsulm. Die Finanzierung erfolgte über eine großzügige Spende der Südwestdeutschen Salzwerke AG. Die Restfinanzierung erfolgte durch den Verkauf des bisherigen Fahrzeuges, so dass die Stadt keine zusätzlichen Aufwendungen hatte.

In der Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr am 09.03.2003 wurde Peter Rück für seine seit Jahren erfolgreiche Führung der Jugendfeuerwehr Bad Friedrichshall und seine überörtliche Tätigkeit als Beisitzer im Kreisjugendfeuerwehr-Ausschuss mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Martin Roller erhielt bei dem Kameradschaftsabend 2003 die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr auf Landesebene, die Silberne Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes, für seinen besonderen Einsatz um die Nachwuchssicherung der Feuerwehr überreicht.

Aufgrund der schlechten Haushaltslage und den damit verbundenen fehlenden Mittel im städtischen Haushalt stimmte der Gemeinderat der Stadt Bad Friedrichshall einem Alternativkonzept der Freiwilligen Feuerwehr Bad Friedrichshall zu. Als Ersatz für den aus dem Jahr 1970 stammenden und bei der feuerwehrtechnischen Prüfung als „Fahrzeug ist verbraucht“ bewerteten Rüstwagen wurde die Beschaffung eines Gebrauchtfahrzeuges vorgeschlagen. Mit diesem Kauf und umfangreicher Eigenleistung der Kameraden der Feuerwehr konnte am 01.05.2004 als Ersatz ein Rüstwagen 2 auf Basis eines DB-Fahrgestells Typ 1019 AF mit einem Aufbau der Firma Bachert (BJ 1981) in Dienst gestellt werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Friedrichshall leistete mit dieser Maßnahme einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Entlastung des angespannten städtischen Haushalts, der ursprünglich deutlich höhere Mittel für eine Neubeschaffung vorsah.



Im Rahmen des traditionellen „Tag der offenen Tür“ konnte die Abteilung Duttenberg am 15.08.2004 der zahlreich erschienen Bevölkerung ihr neues Feuerwehrhaus in der Entengasse präsentieren.

Nachdem bereits 2002 die Festsetzung für die Stützpunktwehren im Landkreis Heilbronn aufgehoben wurde, konnte im Jahr 2005 die Neuorganisation der interkommunalen Zusammenarbeit im Feuerwehrwesen mit den Gemeinden Gundelsheim, Oedheim und Offenau abgeschlossen werden. Auf Basis einer überarbeiteten Alarm- und Ausrückeordnung unterstützt die Freiwillige Feuerwehr Bad Friedrichshall zukünftig die Nachbarwehren bei Brandeinsätzen und Technischen Hilfeleistungen.

Am 24.02.2005 brannte in der Salinenstraße eine Industriehalle. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen die Flammen bereits an mehreren Stellen aus dem Dach. Die 40 m x 48 m große Stahlhalle stand im Vollbrand. Die im Hof gelagerten Kunststoffbehälter, die am Gebäude bis zum Dach gestapelt waren, brannten ebenfalls bereits an mehreren Stellen. Durch massiven Einsatz aller Abteilungen, die in verschiedene Abschnitte aufgeteilt waren, konnte nach ca. 90 Minuten die Rückmeldung „Brand unter Kontrolle“ gegeben werden. Bei späteren Ermittlungen der Kriminalpolizei wurde Brandstiftung als Ursache festgestellt.

Nach langer Krankheit verstarb am 30.05.2005 im Alter von 79 Jahren Ehrenkommandant Anton Kremsler.

Bei ihrem Festabend am 11.06.2005 in der randvoll besetzten Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses feierte die Freiwillige Feuerwehr Bad Friedrichshall gleich zwei Jubiläen: das zehnjährige Bestehen der Jugendfeuerwehr und das 50-jährige Bestehen des Feuerwehrspielmannszuges. Dabei wurden vor allem die Leistungen der beiden Gruppen gewürdigt.

Bei dem Festabend wurde Gerhard Kupfer mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Dominique Giraudon, Feuerwehrkommandant der Partnerstadt St.-Jean-le-Blanc, erhielt die Medaille für Internationale Zusammenarbeit in Bronze des Deutschen Feuerwehrverbandes. Stadtbrandmeister Kurt Semen wurde vom stellvertretenden Landesjugendleiter Andreas Rudlof mit der silbernen Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg geehrt.

Nach 40 Jahren aktivem Dienst wurde Hermann Neutz im Rahmen des Kameradschaftsabends 2005 die Ehrenmitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Friedrichshall verliehen.

Nach der Fertigstellung und Einweihung des neuen Feuerwehrhauses im Jahr 2004, konnte die Abteilung Duttenberg bereits zwei Jahre später, am Tag der offenen Tür 2006 das neue Feuerwehrfahrzeug LF 10/6 in Dienst stellen.

Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Bad Friedrichshall und St.-Jean-Le-Blanc verbrachten vom 27.10. bis 1.11.2006 30 Jugendliche sowie neun Ausbilder und Betreuer von der französischen Partnerstadt und den Jugendfeuerwehren der angrenzenden Nachbarstadt Orléans fünf Tage zusammen mit der Jugendfeuerwehr Bad Friedrichshall.

Stadtbrandmeister Kurt Semen erhielt in Anerkennung seiner Verdienste um die Stadt und ihre Bürgerschaft in über 25 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bad Friedrichshall am 17.03.2007 die goldene Ehrennadel der Stadt Bad Friedrichshall.

Mit der Abholung des neuen LF 20/16 auf Basis eines DB-Atego 1628 Fahrgestells bei der Firma Ziegler in Giengen am 9.10.2007 konnte ein wichtiger Teilbereich des Fahrzeugkonzeptes der Freiwilligen Feuerwehr Bad Friedrichshall abgeschlossen werden.

In der Bachstraße brannte zwei Tage vor Weihnachten 2007 kurz nach Mittag eine alte Schreinerei. Beim Eintreffen des Kommandowagens war das Gebäude voll mit Rauch bzw. von dunklem Rauch umhüllt. Kurz darauf zündete das Feuer durch und der gesamte Dachstuhl stand in Flammen. Durch den Einsatz aller Abteilungen und dem massiven Einsatz mehrerer Rohre konnte nach kurzer Zeit die Rückmeldung „Feuer unter Kontrolle“ abgesetzt werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich dann noch bis in die Abendstunden hin.

Beim Neujahrsempfangs 2008 wurde an Gerhard Kremsler die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn verliehen.

Zusammen mit dem LF 20/16, das bereits im Oktober 2007 in Dienst gestellt werden konnte, wurde am 16.06.2008 ein neuer Einsatzleitwagen, ELW 1, offiziell an die Freiwillige Feuerwehr Bad Friedrichshall übergeben. Der ELW 1 ersetzte den bisherigen ELW 1 sowie den VRW.

Mit dem Alarmstichwort „Brand unklar“ wurde am 06.09.2008 die Feuerwehr um 1.51 Uhr alarmiert. Einsatzort war eine inmitten eines Wohngebietes gelegene Gaststätte. Aus dem ringsum verschlossenen Gebäude drang dichter Qualm aus. Die weitere Erkundung des Gebäudeumfeldes sowie der geparkten Fahrzeuge auf den angrenzenden Straßen ergab, dass sich vermutlich noch eine Person im Gebäude aufhalten musste. Der eigentliche Brand, der im Gastraum ausbrach und Ursache für die starke Verrauchung war, machte der Feuerwehr keine weitere Arbeit. Aufgrund von Sauerstoffmangel war das Feuer vermutlich bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte erstickt. Allerdings wurde eine drohende Gefahr durch explosionsfähige Gase festgestellt. Im Gebäude strömte Gas an mehreren Stellen aus. Im völlig verrauchten Kellerbereich wurde eine leblose Person gefunden. Die unverzüglich eingeleitete Reanimation blieb erfolglos.

Ein Hallenbrand am 1.12.2008 auf dem ehemaligen Fiatareal in Heilbronn erforderte ein Großaufgebot der Berufsfeuerwehr Heilbronn und der Freiwilligen Feuerwehr Heilbronn. Aufgrund der Dimensionen des Brandobjektes wurde frühzeitig jeweils ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsulm und der Feuerwehr Bad Friedrichshall, sowie der Gelenkmast der Werkfeuerwehr Audi zur Unterstützung angefordert und eingesetzt.

Am frühen Morgen des 12.02.2009 stand eine Scheune in der Binnetstraße, die zwischen zwei großen Wohngebäuden an- bzw. eingebaut war, in Vollbrand. Die zuerst eintreffenden Einsätzkräfte der Feuerwehr initiierten unverzüglich die Evakuierung der Hausbewohner, von denen noch nicht jeder die drohende Gefahr bemerkt hatte. Unterstützung leistete dabei die Polizei. In der Erstphase lag das Hauptaugenmerk auf den Riegelstellungen zu den angebauten Gebäuden. Das eigentliche Löschen des Brandes konnte im Folgenden zügig durchgeführt werden. Wegen fehlender bzw. nicht funktionsfähiger Brandwände konnte sich der Brand dennoch in das angebaute Wohngebäude fressen. In einer tief abgehängten Decke konnte sich das Feuer aufgrund ebenfalls fehlender bautechnischer Brandschutzvorkehrungen fast ungehindert ausbreiten. Der Brand wurde unter Einsatz aller Abteilungen gelöscht.

An seinem 60. Geburtstag erhielt Feuerwehrkommandant Kurt Semen am 28.05.2009 die höchste Auszeichnung, welche die Deutschen Feuerwehren vergeben, das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold.

Am Tag der Ehrungen, am 5.12.2009, wurde in der Alten Kelter an Bernd Klenk, Michael Reiß, Rainer Baumgart, Gerhard Kupfer und Ulrich Oberhardt, allesamt seit vielen Jahren Funktionsträger und an verantwortlicher Stelle bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Friedrichshall aktiv, der Ehrenpreis 2009 der Stadt Bad Friedrichshall verliehen.

Eine Brandserie verteilt über mehrere Monate, von Dezember 2009 bis Mai 2010, hielt die Bevölkerung in Untergriesheim in Angst und Schrecken und beschäftigte die Kameraden der Feuerwehr Bad Friedrichshall intensiv. Zahlreiche Objekte, darunter der Lagerplatz eines Bauunternehmens, eine in unmittelbarer Nähe zu einem bewohnten Haus stehende Scheune und das Pausengebäude des Kindergartens in Untergriesheim, setzte ein Brandstifter skrupellos in Flammen ohne sich der Gefahren für Anwohner und Einsatzkräfte bewusst zu sein. Die zahlreichen Einsätze mitten in der Nacht und bei teils sehr widrigen Wetterbedingungen forderten den zu den Einsatzstellen eilenden Kameraden ein Höchstmaß an physischer und psychischer Belastbarkeit ab und brachten die Kameradinnen und Kameraden immer wieder in große Gefahr. Der Schock für alle Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Friedrichshall kam im Mai 2010, als ein junger Mann aus den eigenen Reihen von der Polizei gefasst und in einem späteren Gerichtsverfahren verurteilt wurde.



Speziell für Kleineinsätze und für den Transport von Mannschaft und Geräten sowie als Fahrzeug für die Aufgaben des Gerätewartes wurde für die Feuerwehr Bad Friedrichshall ein Kleineinsatzfahrzeug (KEF) auf der Basis eines Gerätewagens Transport 3,5 t beschafft und am 04.04.2010 in Dienst gestellt.

Die am 18.05.2010 im Landkreis Heilbronn eingeführte digitale Alarmierung ersetzt die bis dahin verwendete analoge Alarmierungstechnik.

Oberbrandmeister Bernd Klenk wurde am 16.09.2010 mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands ausgezeichnet.

Der Gegenbesuch unserer Jugendfeuerwehr in der französischen Partnerstadt fand vom 29.10. bis 2.11.2010 mit 23 Jugendlichen und 22 Erwachsenen statt.

An Michael Bartke wurde am 30.03.2011 in Anerkennung der mehrjährigen qualifizierten Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr die Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg verliehen.

Im September 2011 wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Friedrichshall 150 Jahre jung. Dieses Jubiläum beruht auf der ersten Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Bad Friedrichshall, der Feuerwehr Kochendorf im Jahr 1861. Aus diesem Anlass fand vom 20. bis 22.05.2011 rund um das Schloss Lehen, die Sebastianskirche und das Greckenschloss die Jubiläumsauftaktveranstaltung mit einem tollen Programm für die interessierte Öffentlichkeit statt.

Dies reichte von der Warm-Up-Party im Gewölbekeller des Greckenschlosses, den Festbetrieb auf dem Schloss-Lehen-Platz, dem Auftritt der Polizei-Big-Band, einem Malwettbewerb für Kindergarten- und Grundschulkinder, einer Feuerwehrmodenschau, verschiedenen Feuerwehrvorführungen- und Übungen bis zu einem ökumenischen Gottesdienst.

Verbunden war die Veranstaltung mit einem Feuerwehr-Oldtimertreffen mit einer Drei-Flüsse-Rundfahrt. Vor der eindrucksvollen Kulisse des Schloss Lehens im Hintergrund spielten, von Fackelträgern umrahmt, die Stadtkapelle Bad Friedrichshall und der Feuerwehrspielmannszug Bad Friedrichshall zur festlichen Abendserenade auf.

In Gedenken an die in den vergangenen 150 Jahren verstorbenen Kameraden und für alle künftigen Toten unserer Feuerwehr wurde auf dem Bergfriedhof eine Gedenkstätte geschaffen und vor dem Festabend zum Jubiläum am 17.09. in würdiger Weise ein schön gestalteter Gedenkstein enthüllt.

Der Festabend, verbunden mit einem Kameradschaftsabend, fand in der Lindenberghalle statt. Die 150-jährige Geschichte der Feuerwehren in Bad Friedrichshall ist in einer umfangreichen Festschrift aufgearbeitet worden.

Im Rahmen des Festabends wurde an Volker Windbiel für seine Verdienste in der Feuerwehr Bad Friedrichshall und für die Tätigkeiten als Kreisausbilder und Mitglied der Führungsgruppe des Landkreises die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn verliehen.

Michael Bartke und Klaus Mangold erhielten am Tag des Ehrenamtes am 3.12.2011 den Ehrenamtspreis der Stadt verliehen.

Das Jubiläumsjahr endete im Dezember mit einer festlichen Abendserenade zum Abschluss des Weihnachtsmarktes bei der Sebastianskirche.



Die Hauptversammlung im März 2012 war geprägt von Veränderungen in der Führung. Marcel Vogt wurde zum Kommandanten gewählt. Volker Windbiel und Hermann Gurt wurden als Stellvertreter bestätigt. Elmar Schell wurde als Abteilungskommandant der Kernstadt, Martin Roller und Markus Römmele als dessen Stellvertreter gewählt. Michael Reiß wurde wieder zum Abteilungskommandanten Duttenberg, Michael Geiger und Ralf Wolpert zu seinen Stellvertreter gewählt. In Untergriesheim löste Michael Mandel als Abteilungskommandant Dieter Uhrig ab, Stellvertreter wurde Jens Klärle. Larissa Simon tritt die Nachfolge von Gerhard Kupfer als Spielmannszugführerin an. Katrin Semen wurde wieder zur Jugendfeuerwehrwartin, Albrecht Huber-Schweizer als ihr Stellvertreter bestellt.

Am 20.07.2012 wurde in der Aula der Realschule Kurt Semen als Feuerwehrkommandant verabschiedet und Marcel Vogt in dieses Amt eingesetzt. Kurt Semen wurde zum Ehrenkommandant ernannt und mit der Ehrenmedaille in Gold des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Mit dem großen Zapfenstreich durch den Spielmannszug Bad Friedrichshall und der Stadtkapelle Neudenau fand der Abend einen würdigen Abschluss.

An Gerhard Kupfer wurde beim Kameradschaftsabend 2012 für seine langjährige Tätigkeit als Spielmannszugführer und Kreisstabführer die Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverbandes verliehen. Michael Reiß erhielt die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes.

Zum Jahresende 2012 konnte als Ersatz für den 15 Jahre alten Kommandowagen ein neues Fahrzeug, ein AUDI Q5 erworben werden. Für die Abteilung Untergriesheim wurde ein vom Baubetriebshof übernommenes Doppelkabinenfahrzeug als MTW umgebaut.

Für die Abteilung Duttenberg wurde 2013 ein Notstromaggregat auf Anhänger mit einer Leistung von 40 KVA beschafft, welches auch für die Notstromversorgung des Rathauses vorgesehen ist. Für das Feuerwehrhaus in der Kernstadt wurde ein stationäres Notstromgerät mit 40 KVA beschafft und die Einspeisevorrichtung, zusammen mit der technischen Erneuerung der Funkzentrale, eingebaut.

Zur Unterbringung von Festutensilien, aber hauptsächlich als zusätzlicher Lager- und Unterstellraum wurde beim Feuerwehrhaus Untergriesheim ein weiteres Gebäude erstellt.

Aus Platzgründen und als Stärkung der Außenabteilungen, zugleich als Entlastung der Kernstadtabteilung, wurden der Ölsanimat und der Ölsperrenanhänger nach Untergriesheim ausgegliedert, nachdem dort durch den Bau einer Garage und die vorhandenen Zugfahrzeuge die Voraussetzungen hierfür vorhanden sind.

Hermann Schmelcher, langjähriger Kassier der Abteilung Duttenberg, erhielt am Tag des Ehrenamtes, am 6.12.2013 den Ehrenamtspreis der Stadt Bad Friedrichshall verliehen.

Im Jahr 2014 konnten drei Fahrzeuge in Dienst genommen werden. Als Ersatz für das 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug wurde ein HLF 20, für den 25 Jahre alten GW-T ein neuer GW-T beschafft und in Dienst gestellt. Der Rüstwagen aus dem Jahr 1981 wurde mit einem 9 Jahre jüngerem Gebrauchtfahrzeug ersetzt.

Der Spielmannszug konnte in 2014 sein 60-jähriges Bestehen feiern.

In einer öffentlichen Sitzung wurde am 12.01.2015 der Feuerwehrförderverein Bad Friedrichshall gegründet. Dieser Förderverein soll die Arbeit der Feuerwehrangehörigen über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus unterstützen und auch den Erhalt und die Pflege von den Oldtimerfahrzeugen fördern.

Bei der Jahreshauptversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Heilbronn am 20.03.2015 wurden Albrecht Huber-Schweizer und Katrin Semen mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber geehrt.

An seinem 80. Geburtstag wurde Albert Schmidt zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Bad Friedrichshall ernannt.

Die Feuerwehr unserer Partnerstadt Hohenmölsen feierte 2015 ihr 150-jähriges Bestehen, verbunden war damit auch die Feier für die 25-jährige Freundschaft zwischen den beiden Feuerwehren der Partnerstädte. Unsere begeisterte Delegation bestand aus 70 Mitgliedern der Feuerwehr, dem Spielmannszug, der Jugendfeuerwehr und Familienangehörigen, welche vom 24. bis 26. April in Hohenmölsen war.



Beim Brand einer Mühle bei Lobenhausen im Jagsttal (Landkreis Schwäbisch Hall) am 22.08.2015 ist mit Ammoniak kontaminiertes Löschwasser in die Jagst gelangt und hat dort ein Fischsterben ausgelöst. Dies machte einen Großeinsatz von Feuerwehren, THW und Rettungsdiensten bis 7.09.2015 in allen darunterliegenden Gemeinden an der Jagst bis zu der Einmündung in den Neckar (Bad Friedrichshall) erforderlich.

Am dritten Septemberwochenende 2015 fand in Bad Friedrichshall die Feier anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Stadtpartnerschaft Bad Friedrichshall/Hohenmölsen statt. Dabei wurde auch die 25-jährige Freundschaft der beiden Feuerwehren gewürdigt.

Nachdem die „alte Homepage“ in die Jahre gekommen war, wurde eine zeitgemäße und moderne Homepage erstellt welche zum Jahresende 2015 ins Netz ging.

Kurz vor Weihnachten konnte ein neuer Mannschafts- und Transportwagen (MTW) an die Feuerwehr ausgeliefert werden.

Am 20. Februar verstarb der aktive Feuerwehrmann Klaus Wimbauer an den Folgen einer schweren Krankheit.

Anfang März 2016 wurde ein neues Rettungsboot (RTB) mit einem 70 PS Motor, Steuerstand, Bugklappe und Funkgerät ausgeliefert.

In einem feierlichen Rahmen konnte am Samstag, den 07.05.2016, im Festsaal von St.-Jean-le-Blanc an Ehrenkommandant Dominique Giraudon für seine Verdienste um die Zusammenarbeit der Feuerwehren über Ländergrenzen hinweg die Medaille für internationale Zusammenarbeit in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes verliehen werden.